Absturzsicherung für Dacharbeiten

Wer ein großflächiges Gründach zu pflegen hat, betritt es regelmäßig. Und muss dabei sicher sein. Wir erfassen, prüfen und ergänzen, falls notwendig, bei jedem Pflegetermin die Sicherungen für Dacharbeiten.

Absturzsicherung bei Dacharbeiten

Unser Fokus liegt auf großflächigen Flachdächern für Gewerbe- und Industrieimmobilien, Logistik, Wohnungswirtschaft und kommunale Liegenschaften. Unsere Einsatzschwerpunkte befinden sich zwar im Raum München, Bayern (150 km Umkreis) und rund um Zülpich in Nordrhein-Westfalen (Bonn und Köln) – für Portfolios und Rahmenverträge arbeiten wir aber auch bundesweit.

Ein begrüntes Flachdach mit mehreren tausend Quadratmetern wird nicht einmal im Jahr kurz betreten, sondern regelmäßig bearbeitet: 

  • Vegetationspflege, 
  • Abläufe und Notüberläufe, 
  • Brandschutz- und Kiesstreifen, 
  • PV-Reihen, 
  • Lüftungstechnik. 

Über eine solche Fläche bewegen sich Menschen über Stunden – und zwar über die gesamte Ausdehnung, und nicht nur an einer Stelle.

Genau darin liegt der Unterschied zu kleineren Flächen. Auf 4.000 Quadratmetern reichen zwei Anschlagpunkte nicht aus. 

Es geht um durchgängige Verkehrswege, um erreichbare Systeme entlang der tatsächlichen Arbeitsroute und um eine Dokumentation, die auch bei einem Portfolio aus zwanzig Dächern nicht nur auffindbar, sondern vor allem auch übersichtlich ist.

Dazu kommt die Besonderheit von Dachbegrünungen: Die Vegetation verdeckt genau das, was Sicherheit schafft. 

Anschlagpunkte wachsen zu, Sekuranten verschwinden unter Substrat, Lichtkuppeln sind zwischen hohem Bewuchs schlecht erkennbar, Randbereiche und Funktionsstreifen sind überwuchert. 

Wer die Fläche mehrmals im Jahr pflegt, sieht diese Entwicklung – wer sie nur verwaltet, nicht. 

Deshalb bieten wir Dachsicherheit dort an, wo wir ohnehin schon sind. Als Zusatzleistung zur Dachbegrünung-Pflege.

Wir planen Dachsicherheit aus der Perspektive derjenigen, die das Flachdach später auch wirklich betreten und bearbeiten.

Absturzsicherung für Dacharbeiten am Flachdach: Unsere Leistungen

Unsere Leistungen im Bereich der Zustandskontrolle und Wartung von Sicherungen für Dacharbeiten sind in 3 Pakete gegliedert: Safety-Check, Safety-Care und Safety-Build. Im Folgenden sehen Sie diese im Überblick.

Der Einstieg für jedes Dach, bei dem der Zustand der Absturzsicherungen nicht zu 100 % bekannt ist.

  • System identifizieren: Hersteller, Typ und Bauart über Typenschilder und Ausführung bestimmen.
  • Unterlagen prüfen: Montagedokumentation, Statiknachweise, bisherige Prüfprotokolle.
  • Fläche aufnehmen: Alle Anschlagpunkte, Sekuranten, Seilsysteme und Geländer verorten. Bei großen Dächern inklusive Lageplan.
  • Fotodokumentation: Mit klar erkennbarem Zustand des Systems.
  • Mängel priorisieren: Was blockiert die Nutzung und ist sofort zu beseitigen? Was ist mittelfristig zu beheben? Was ist lediglich eine Empfehlung für optimale Sicherheit?

Sie erhalten: Einen belastbaren Bericht, auf dessen Grundlage Sie weitere Entscheidungen treffen können – und der auch bei mehreren Objekten vergleichbar bleibt.

Die Leistung, die den sicheren Zustand dauerhaft erhält. Erfolgt im Rahmen der Pflegetermine Ihrer Dachbegrünung.

  • Protokollierte Kontrolle: Nach fester Checkliste und im gleichen Format wie Ihre Pflegedokumentation.
  • Terminüberwachung: Wir melden fällige Service- und Wartungsintervalle, bevor der Nachweis abläuft.
  • Freilegen überwachsener Systeme und Freihalten der zugehörigen Bereiche.
  • Mängelbeseitigung: Immer im Rahmen unserer vorhandenen Qualifikation, ansonsten in Zusammenarbeit mit zuverlässigen Partnern, welche diese besitzen.

Sie erhalten: Kombinierte Termine mit der Gründachpflege – eine Anfahrt, ein Team, ein Protokoll. Sowie vor allem auch nur ein Ansprechpartner.

Wo die Fläche nicht sicher bearbeitbar ist, planen wir die Ergänzung der Absturzsicherung. Immer aus der Perspektive derer, die das Dach später betreten und bearbeiten.

  • Auflastgehaltene bzw. dachdurchdringungsfreie Systeme, wo Aufbau und Statik es zulassen.
  • Seilsysteme für durchgehende Bewegungsfreiheit auf großen Flächen.
  • Geländer und Seitenschutz an Rändern, Zugängen und dauerhaften Arbeitsplätzen.
  • Sichere Verkehrswege zu Abläufen, Aufbauten und PV-Reihen werden dauerhaft freigehalten.
  • Alles jeweils nach Herstellervorgabe und im Rahmen unserer nachgewiesenen Qualifikation.

Sie erhalten: Eine Dachfläche, die sich sicher und ohne Sonderaufwand bearbeiten lässt. Inklusive einer vollständigen Anlagendokumentation mit Montageprotokoll, Nachweisen zur Befestigung bzw. Auflast und damit der Grundlage für die wiederkehrende Prüfung.

Warum VitaForst für die Sicherung bei Dacharbeiten – Praxiswissen vom Gründach

Wir kennen die Abläufe

Wir wissen, wo auf einem begrünten Flachdach tatsächlich gearbeitet wird – an den Abläufen, in den Funktionsstreifen, entlang der Attika, zwischen den PV-Reihen. Sicherungssysteme, die daran vorbeigeplant sind, werden im Alltag umgangen.

Wir sehen die Fläche mehrmals im Jahr

Zuwachsen, Korrosion, verstopfte Bereiche und veränderte Aufbauten fallen uns auf, weil wir regelmäßig da sind.

Wir arbeiten selbst auf dem Dach

Unsere festangestellten und fortlaufend geschulten Teams sichern sich mit PSAgA, arbeiten nach Gefährdungsbeurteilung und mit abgestimmtem Rettungsablauf. Ein System, das für uns selbst nicht praktikabel wäre, würden wir Ihnen auch nicht empfehlen.

Wir dokumentieren fortlaufend und nachweisbar

Fotoprotokoll, Mängelliste und Fristen in einheitlichem Format – auch über mehrere Objekte hinweg.

Wir sagen ehrlich, was wir nicht können

Fehlt Wissen oder Zertifizierung, binden wir einen qualifizierten Partner ein, statt es zu überspielen.

Seit 2019 in der Dachbegrünung, rund 350.000 m² Dachbegrünung in laufender Pflege.

Absturzsicherung-Dacharbeiten: Geeignete Systeme auf großflächigen Gründächern

Welches System passt, hängt von Dachaufbau, Statik, Nutzungshäufigkeit und Flächenzuschnitt ab. Auf großen Dächern gilt fast immer: Je mehr dauerhaft gesichert ist, desto weniger Aufwand entsteht bei jedem einzelnen Einsatz.

Geländer / Seitenschutz

Dachränder, Zugänge, dauerhafte Arbeitsplätze.

Ermöglicht Arbeiten ohne persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Bei häufig genutzten Bereichen in der Regel die praktischste Lösung.

Seilsysteme (Seilsicherung-Dacharbeiten)

Große zu bearbeitende Flächen.

Verlauf an der realen Arbeitsroute ausrichten, nicht an der Dachgeometrie.

Einzelanschlagpunkte / Sekuranten

Punktuelle Arbeiten, Abläufe, Technikaufbauten.

Zugang und Auffindbarkeit müssen dauerhaft gewährleistet sein. Bei überdeckten Anschlagpunkten muss eine sichere Auffindbarkeit und Kontrolle entsprechend den Hersteller- und Planungsvorgaben vorgesehen werden.

Auflastgehaltene Systeme

Nachrüstung ohne Öffnen der Abdichtung.

Substratauflast bringt zusätzliches Gewicht. Statik im Einzelfall prüfen.

Sichere Verkehrswege

Verbindung zwischen Zugang, Technik und Pflegebereichen.

Als dauerhaft sicher begehbaren Wartungsweg ausführen und bei der Pflegeplanung berücksichtigen.

Grundsatz: Absturzsicherung geht vor Auffangeinrichtung, diese geht vor individuellem Schutz mit PSAgA. Maßgeblich ist die Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Tätigkeit.

Ablauf: Kontrolle Ihrer Sicherung für Dacharbeiten

1

Anfrage

Sie schildern Objekt, Fläche und bekannte Systeme über das Formular.

2

Sichtung der vorhandenen Unterlagen

Wir gehen Pläne sowie Montage- und Prüfnachweise durch. Fehlt etwas, klären wir das im nächsten Schritt vor Ort.

3

Vor-Ort-Termin

Begehung, Bestandsaufnahme, Fotodokumentation, Bewertung von Systemen und Verkehrswegen.

4

Bericht und Angebot

Priorisierte Mängelliste, Empfehlung für Prüfung, Freilegung oder Nachrüstung inklusive einem transparenten Angebot. Auf Wunsch direkt als Ergänzung zum bestehenden Pflegevertrag für Ihre Dachbegrünung.

Bei Portfolios bündeln wir die Begehungen zu Touren, wodurch die Anfahrtskosten für Sie gesenkt werden können.

Wie oft muss eine Absturzsicherung geprüft werden?

In der Regel zumindest einmal jährlich. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers und das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung. Davon zu unterscheiden ist die Sichtprüfung durch den Anwender vor jeder Nutzung. Beides sollte getrennt dokumentiert werden.

Außerdem können außerordentliche Prüfungen nach besonderen Ereignissen wie einem Sturz, einem Blitzeinschlag, Sturmschäden oder nach baulichen Veränderungen am Dach notwendig werden. Bei intensiver Nutzung oder in aggressiven Umgebungen (z. B. in der chemischen Industrie oder Küstennähe mit einem hohem Salzgehalt der Luft) kann eine häufigere Prüfung notwendig werden.

Welche Qualifikation ist für Prüfung und Montage der Sicherung für Dacharbeiten erforderlich?

Für die Montage und Prüfung von Absturzsicherungen und Anschlageinrichtungen bei Dacharbeiten ist eine spezifische fachliche Qualifikation als befähigte Person bzw. Sachkundiger erforderlich. Prüfung, Montage und Freigabe richten sich immer nach dem konkreten System, den Herstellerunterlagen und der Qualifikation der ausführenden Person. Wir legen offen, für welche Fabrikate wir autorisiert sind, und binden für alles Weitere qualifizierte Partner ein.

Mit VitaForst haben Sie einen Partner an Ihrer Seite, der Erfahrung, Fachwissen und Verlässlichkeit vereint.
Wir übernehmen Verantwortung für sichere Abläufe, nachhaltige Ergebnisse und die langfristige Pflege Ihrer Flächen.

Egal ob öffentliche Hand, Unternehmen oder private Liegenschaft:
 Wir entwickeln ein passgenaues Konzept und setzen es mit eingespielten, festangestellten Teams um.

Nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf und sichern Sie sich professionelle Unterstützung bei der Begrünung Ihrer Dachfläche in München  – für Artenvielfalt und Werterhalt: Unverbindliche Kontaktanfrage senden. Oder rufen Sie uns direkt an: +49 (0) 2252 3093248. Wir freuen uns auf Sie.

Fachgerecht. Grün. Zukunftsorientiert. – Dachbegrünung von VitaForst.

Interessiert? Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!

Häufige Fragen: Absturzsicherungen für Dacharbeiten auf dem Flachdach

Nein, eine pauschale Pflicht, jedes Dach dauerhaft mit einer Absturzsicherung auszustatten, gibt es nicht. Wohl aber die Pflicht, dafür zu sorgen, dass von diesem niemand abstürzt. Sobald also auf einer Dachfläche gearbeitet wird, muss der Arbeitgeber vorab eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und geeignete Schutzmaßnahmen festlegen. Dacharbeiten ohne Sicherung sind nicht nur lebensgefährlich, sondern zudem auch illegal, da sie einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Arbeitsschutzvorschriften darstellen.

Dabei gilt eine klare Rangfolge: Zuerst ist eine bauliche Absturzsicherung wie Geländer oder Seitenschutz zu prüfen, dann eine Auffangeinrichtung, und erst wenn beides nicht umsetzbar ist, kommt persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz in Betracht. Eine solche setzt wiederum feste Anschlageinrichtungen und ein Rettungskonzept voraus.

Praktisch heißt das: Wird Ihr Dach regelmäßig betreten – für Gründachpflege, Abläufe, Lüftungstechnik oder PV-Wartung – führt an einer dauerhaften Lösung kaum ein Weg vorbei. Ohne sie muss jedes Gewerk die Sicherung bei jedem Einsatz neu aufbauen, was Zeit kostet und im Alltag erfahrungsgemäß irgendwann unterbleibt. Auf großflächigen Flachdächern mit mehreren Wartungsterminen im Jahr rechnet sich eine fest installierte Absturzsicherung somit meist schneller, als die reine Investitionssumme vermuten lässt.

Eine einzelne „Dachsicherungsverordnung“ gibt es nicht. Den rechtlichen Rahmen bilden insbesondere das Arbeitsschutzgesetz mit der Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung und – soweit die Dachsicherung als Arbeitsmittel unter die entsprechenden Regelungen fällt – die Betriebssicherheitsverordnung

Konkretisiert werden die Anforderungen unter anderem durch die ASR A2.1 zum Schutz vor Absturz sowie durch einschlägige DGUV-Vorschriften und DGUV-Regeln, etwa zur Verwendung und Rettung bei persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz. Für die technischen Einrichtungen selbst sind je nach System außerdem einschlägige Normen relevant, insbesondere DIN EN 795 für Anschlageinrichtungen und DIN 4426 für Einrichtungen zur Instandhaltung baulicher Anlagen.

Entscheidend sind in der Praxis außerdem die Herstellerunterlagen des jeweils verbauten Systems. Sie enthalten unter anderem Vorgaben zu Montage, bestimmungsgemäßer Verwendung, zulässiger Personenzahl sowie Inspektion und Prüfung. Welche Schutzmaßnahmen und Prüfungen für ein konkretes Dach erforderlich sind, ergibt sich somit aus der Gefährdungsbeurteilung und den jeweiligen technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das legt die Gefährdungsbeurteilung für die jeweilige Tätigkeit fest und zwar nach einer festen Rangfolge. Vorrang haben Absturzsicherungen wie Geländer oder Seitenschutz, weil sie unabhängig vom Verhalten der Beschäftigten wirken. 

Nur für den Fall, dass diese nicht eingesetzt werden können, kommen Auffangeinrichtungen infrage, und erst danach individuelle Schutzmaßnahmen wie persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA). Deren Einsatz setzt zudem geeignete und ordnungsgemäß geprüfte Anschlageinrichtungen, entsprechend unterwiesenes Personal und ein geeignetes Rettungskonzept voraus, denn nach einem Absturz muss die betroffene Person schnell gerettet werden können.

Hinzu kommen zusätzliche Maßnahmen, die unabhängig vom gewählten Sicherungssystem erforderlich sein können. Dazu gehören die Absperrung von Gefahrenbereichen, sichere Zugänge und Verkehrswege sowie die Abdeckung oder anderweitige Sicherung durchsturzgefährdeter Bauteile wie Lichtkuppeln. 

Anschlageinrichtungen müssen vor der Benutzung auf erkennbare Mängel kontrolliert und entsprechend den vorgeschriebenen Intervallen geprüft werden. Bei Witterungsverhältnissen, durch die eine sichere Durchführung der Arbeiten nicht mehr gewährleistet ist, müssen die Arbeiten unterbrochen werden.

Auf begrünten Dächern muss außerdem sichergestellt sein, dass Anschlageinrichtungen dauerhaft auffindbar, zugänglich und bestimmungsgemäß nutzbar sind. Sind sie durch Vegetation oder Substrat überwachsen bzw. überdeckt, müssen sie entsprechend den Vorgaben des Herstellers und der Planung freigelegt werden. Denn ein Sicherungssystem kann nur funktionieren, wenn es tatsächlich gefunden und sicher genutzt werden kann.