Ein Jagdrevier (oft einfach nur Revier oder Jagdbezirk genannt) ist ein festgelegtes Gebiet von bestimmter Größe, in dem ein Jäger oder eine Gruppe von Jägern das Recht hat, Wildtiere zu beobachten, zu hegen und zu jagen. Man kann es sich als ein "Arbeitsgebiet" des Jägers in der Natur vorstellen.
Revierarbeit umfasst alle jagdlichen Tätigkeiten zur Pflege, Hege und Instandhaltung eines Jagdreviers, die nicht direkt das Erlegen von Wild betreffen. Dazu zählen der Bau und die Wartung von Hochsitzen, das Anlegen von Wildäckern, die Pflege von Pirschwegen sowie die Fütterung. Sie dient der nachhaltigen Bewirtschaftung und Lebensraumverbesserung.
Reviereinrichtungen (auch Jagdeinrichtungen genannt) sind bauliche oder technische Anlagen im Jagdrevier, die der nachhaltigen Jagdausübung, Wildbeobachtung, Hege und Pflege des Wildes dienen. Beispiele sind Hochsitze, Fütterungen, Salzlecken, Fallen und Jagdhütten. Sie ermöglichen eine sichere Schussabgabe, Wildlenkung und reduzieren Wildschäden.
Ansitzeinrichtungen dienen der Jagdausübung und ermöglichen es Jägern, Wild verdeckt, sicher und windgeschützt zu beobachten und zu bejagen. Sie werden primär in offene (Leitersitze, Böcke) und geschlossene Formen (Kanzeln) sowie nach ihrer Mobilität (fest oder transportabel) unterschieden.
Jagdeinrichtungen (wie Hochsitze, Kanzeln, Futterstellen) gehören grundsätzlich demjenigen, der sie mit Zustimmung des Grundeigentümers errichtet hat, in der Regel also dem Jagdpächter oder dem Jagdausübungsberechtigten.